Politische Bildung

Für mich ist kulturelle Bildung auch politische Bildung. Ich möchte Menschen über das gemeinsame Spiel und ästhetische Erfahrungen bestärken, gesellschaftliche Wirklichkeit zu verstehen, hinterfragen und mitzugestalten.

Kinderrechte

Ich bin überzeugt, dass Kinderrechte die Grundlage für Teilhabe, Selbstbestimmung und gesellschaftliches Miteinander sind. Deshalb arbeite ich nicht nur mit Kindern und Jugendlichen, sondern auch mit Erwachsenen in spielerischen Formaten daran, diese Rechte sichtbar zu machen und im Alltag zu stärken. Mein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Recht auf Beteiligung – ich setze mich mit meiner Arbeit für mehr selbstbestimmte Entscheidungsspielräume für Kinder und Jugendliche ein.

–> Im Projekt „Kinderrechte to play“ befähige ich Kinder zwischen 9 und 12 Jahren als Künstlerische Co-Leitung darin, eigene Spiele zu Kinderrechten als Element der peer-to-peer-education zu entwickeln.

Entscheidungen und Demokratiepädagogik

Für mich sind Entscheidungen keine kalten Verwaltungsakte, sondern die Verdichtung von Gruppen- und Organisationskultur. Der Weg hinzu einer Entscheidung ist genauso wichtig wie die Tragfähigkeit dieser. Denn Demokratie lebt nicht allein von Wissen über politische Strukturen, sondern vor allem von der Erfahrung, Entscheidungen gemeinsam zu treffen, unterschiedliche Perspektiven zu verhandeln und Verantwortung für das eigene Handeln in Gruppen zu übernehmen. Durch u.a. szenisches Spiel, Methoden zum Perspektivwechsel und gruppendynamische Übungen erschließe ich komplexe Entscheidungssituationen emotional, um sie nachvollziehbar und besprechbar zu machen. Dabei beginne ich vor allem mit der Reflektion der eigenen Haltung als Grundlage für alles demokratische Handeln. Ich arbeite hierbei auch mit Methoden des Theater der Unterdrückten (Teatro do oprimido) nach Augusto Boal. Für mehr Entscheidungsfreude und die Handlungsfähigkeit von Gruppen!

–> In verschiedenen Workshopformaten stärkte ich einzelne Teilnehmer*innen und Gruppen in ihren demokratischen Haltungen und Aushandlungsprozessen, so u.a. auf der Bundeskonferenz der Jungen Islamkonferenz 2022 zum Thema „Was kann Kunst?“, für den Mitmachladen Neukölln, in FSJ-Bildungsseminaren für die Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Berlin und als Teil des Fortbildungsbereichs am GRIPS Theater.

Methodenentwicklung und Veranstaltungskonzeption

Ein Schwerpunkt meiner politischen Bildungsarbeit liegt auf der Entwicklung innovativer Methoden, die Theaterpädagogik, kreative Übungen und partizipative Ansätze miteinander verbinden. Dabei gestalte ich Methoden, die komplexe gesellschaftliche Themen greifbar und emotional erfahrbar machen. Sie fördern den Dialog und bieten unterschiedlichen Perspektiven Sichtbarkeit in Bildungskontexten. Auch größere Zusammenhänge gestalte ich dabei gern mit. Ich bin mit der Konzeption, Organisation und Abwickliung größerer Bildungsformate, wie Projektwochen und bundesweiten Seminaren, vertraut und bringe gern meine inhaltlich fokussierte Expertise in Organisationsprozesse ein.

–> Ich war zwei Mal als Programmkoordination Teil des Leitungsteams der Pfingstakademie Jugendbeteiligung und Community Manager des Berliner jugendFORUMs der Stiftung wannseeFORUM. 2017 war ich Teil des Projektteams „Flucht im Lebenslauf“ des Anne Frank Zentrums Berlin zur Entwicklung von Methoden des biografischen Lernens.